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Herren I: Tiefstapeln hat auf dem Heiligenberg Erfolg


Gegensätzlicher könnte die Situation bei Moritz Hahl und Marcel Scholz (rechts) nicht sein. Der Scholz grüßt mit dem TSV Häfnerhaslach von der Tabellenspitze, Hahl steht mit dem TSV Aurich ganz unten. Foto: Leitner


VAIHINGEN/ENZ  Spielertrainer Sedat Yilmaz will von Aufstieg nichts wissen, steht mit TSV aber an der Tabellenspitze – Zweiter ist SGM Hohenhaslach/Freudental

Drei Sachsenheimer Mannschaften ganz oben in der Tabelle der Fußball-Kreisliga B 7 – das gefällt weder dem VfB Vaihingen noch dem SV Horrheim. Ebenso wie der TSV Wiernsheim haben die beiden Vereine das Ziel, um den Aufstieg mitzuspielen. Doch aus dem Spitzentrio hat sich lediglich der TSV Häfnerhaslach nach der Hinrunde schon leicht abgesetzt und führt die Liga mit einem Vorsprung von fünf Punkten an.

Seit Sedat Yilmaz das Traineramt beim TSV Häfnerhaslach übernommen hat, stapelt er tief. Der Aufstieg sei kein Thema. Man müsse erst einmal den Übergang von der Ära Erich Wirth zu ihm als Verantwortlichen an der Seitenlinie schaffen. Dazu habe sich das Gesicht der Mannschaft etwas verändert. Achim Früh ist zum SV Germania Bietigheim in die Bezirksliga gewechselt. Unter anderem Marcel Hirsch und Thorsten Dinkel treten kürzer. Dennoch steckt noch sehr viel Qualität im Kader. Offensiv wirbelt nun Marco Hirsch in der Sturmspitze. Zusammen mit Maik Kheim und Marcel Dupper auf den Außenbahnen bilden die drei ein kongeniales Trio. Im defensiven Mittelfeld zieht weiter Pascal Hirsch die Fäden. Zusammen haben sie das Spiel mit langen Diagonalpässen fast schon perfektioniert.

Und in der Vierer-Abwehrkette stehen die Häfnerhaslacher mit Manuel Pfeiffer, Marcel Scholz und Nelson Caldas als Außenverteidiger sowie Dennis Toetz, Jonathan Makrai und Yilmaz in der Zentrale fast schon bombensicher. Lediglich 14 Gegentore haben sie in 14 Spielen kassiert. Und einige Spieler, die in der Vergangenheit zu den Stützen des Teams gehörten wie beispielweise Arthur Bangert oder Erkan Nakis sind noch nicht einmal aufgrund von Verletzungen richtig oder überhaupt nicht zum Einsatz gekommen.

Nicht von ungefähr stehen die Häfnerhaslacher also schon wieder an der Tabellenspitze. Und die zweite Saisonhälfte war in der Vergangenheit in der Regel stets die bessere. Der Vorsprung auf den Rest des Feldes beträgt aktuell fünf Punkte. Sollte es einen Sieger im Nachholspiel der beiden Verfolger TSV Kleinsachsenheim und VfB Vaihingen sind es immer noch drei Zähler.

Lange Zeit war aber der VfB Vaihingen das Maß der Dinge. Er brachte unter anderem dem TSV Häfnerhaslach seine erste von zwei Saisonniederlagen bei. Doch nach zuletzt zwei verlorenen Partien ist die Mannschaft von Trainer Goran Musura etwas abgerutscht. Dass viel Qualität trotz des Abgangs von zum Beispiel Dolorjant Imeri steckt, ist unbestritten. Musura hat es geschafft, aus erfahrenen Spielern wie Qendrim Emini, Sven Adamovic und Bahri Yilmaz sowie jungen Talenten wie Ron Räpple, Nils Mahler und Nico Müller eine erfolgreiche Mannschaft zu formen.

Doch ist sie auch eine Einheit? In der Vergangenheit war oft die Einstellung einzelner Spieler ein Problem, so dass die Vaihinger den eigenen Erwartungen hinterhergehinkt sind. Und auch in diesem Jahr scheint Musura immer wieder als Psychologe gefragt zu sein. Der erste Tiefschlag in dieser Saison war das 1:3 beim SV Horrheim, was zu ersten Gräben geführt hat. Es war die zweite Niederlage im drei Partien. „Spieler sind nicht nur körperlich, sondern auch mental angeschlagen“, erklärt der Übungsleiter damals. Prompt folgte auch noch ein 1:2 gegen die SF Großsachsenheim. Nun wird es Zeit, dass die Vaihinger ihre Dissonanzen innerhalb der Mannschaft zum Schweigen bringen.

Zwietracht innerhalb der Mannschaft kennt Daniel Nissan bei der SGM Hohenhaslach/Freudental nicht. Mit dem neuen Spielertrainer ist der Erfolg ins Kirbachtal zurückgekehrt. Zusammen mit seinem Bruder Dennis Nissan – zusammen haben die beiden Hohenhaslacher bisher beim TSV Botenheim in der Unterländer Bezirksliga gekickt – hat er die Spieler des SC Hohenhaslach und des SV Freudental zu einer Einheit geformt. Bemängelte der eine oder andere Trainervorgänger noch, dass es beim SCH einen großen Kindergarten auf dem Platz gebe, bei dem man sich schon während der Begegnung gegenseitig zerfleische, rennt und kämpft ein Hohenhaslacher nun für den anderen.

Der Lohn der Mühen: zehn Spiele ohne Niederlage und aktuell Platz zwei in der Tabelle. Hätte die Spielgemeinschaft nicht drei, vier Spiele benötigt, um in die Runde zu finden – sie verlor drei der ersten vier Saisonspielen – könnten die Hohenhaslacher und Freudentaler vielleicht sogar ganz oben stehen. Die Nissan-Truppe hatte allerdings einen großen Vorteil in der Hinrunde. Von den sechs Mannschaften der B-7-Spitzengruppe hatten sie mit dem TSV Kleinsachsenheim, dem VfB Vaihingen, dem SV Horrheim und dem TSV Wiernsheim fünf bisher auf dem für viele Teams ungewohnten heimischen Kunstrasenplatz zu Gast. Lediglich gegen Spitzenreiter TSV Häfnerhaslach sind sie auswärts auf dem Heiligenberg angetreten.

Der Rasenplatz in Horrheim macht auch trotz Dauerbeanspruchung durch Männer-, Frauen- und Jugendmannschaften einen tadellosen Eindruck. Das Spiel des SV Horrheim ist in dieser Saison etwas durchwachsen. Vor zwei Wochen ließ die Elf von Trainer Sergej Hilgenberg mit einem 3:1-Sieg gegen den VfB Vaihingen aufhorchen, der zu diesem Zeitpunkt noch auf dem zweiten Platz stand. Es folgte ein 3:0 in Großglattbach. Doch davor waren viel zu viele Spiele unentschieden ausgegangen, um in der Tabelle der Kreisliga B 7 dort zu stehen, wo Hilgenberg mit seinem Team gerne stehen würde. „Um den Aufstieg mitspielen“, lautet das Saisonziel. Momentan ist der SV Horrheim Fünfter mit acht Punkten Rückstand auf den Spitzenreiter und drei auf den Relegationsplatz. „Wir haben eine sehr junge Mannschaft“, sagt Hilgenberg. „Und wir haben in fünf Unentschieden Punkte verschenkt. Wenn man einen Riesenaufwand betreibt, um Tore zu schießen, dann aber beste Chancen oder Elfmeter nicht nutzt, fällt man in ein Loch.“ Momentan hat die Elf des SVH keinen Grund, in Löcher zu fallen oder im Erdboden zu versinken. Die Ausbeute von sechs Punkten und 6:1 Treffern kann sich sehen lassen. Bei gleichzeitigen Patzern der Spitzenteams aus Vaihingen und Wiernsheim hat sich der Abstand nach oben deutlich verringert.

Jörg Rieger stand bei der SGM Roßwag/Mühlhausen vor einer Herkulesaufgabe. Er sollte aus zwei Mannschaften, die in der Vergangenheit nicht gerade Bäume in der Kreisliga B ausgerissen haben – dem FV Roßwag und dem TSV Mühlhausen – , einen Meisterschaftsaspiranten machen. Und eigentlich sollte der Übungsleiter auch Zeit bekommen, das umzusetzen. Doch letztlich griffen auch bei der Spielgemeinschaft die Mechanismen des Geschäfts. Nach nur acht Punkten aus den ersten acht Spielen musste Rieger seinen Hut nehmen. „Persönlich tut mir das leid. Jörg hat einen Superjob gemacht. Aber wir hatten den Eindruck, er erreicht die Mannschaft nicht mehr und wir machen keinen Schritt mehr vorwärts. Da ist irgendwie eine Blockade“, erklärte FVR-Abteilungsleiter Marcel Richter.

Interimstrainer Benjamin Heinz übernahm dann gleich mal mit einem Paukenschlag. Er führte die SGM zu einem 3:1-Sieg über den selbsternannten Aufstiegsaspiranten SV Horrheim. Es sollte der Beginn einer kleinen Erfolgsserie werden. Aus sechs Spielen holten die Roßwager und Mühlhausener zwölf Zähler. Lediglich beim Spitzenreiter TSV Häfnerhaslach und beim Zweiten SGM Hohenhaslach/Freudental mussten sie sich geschlagen geben.

Bereits vor einem Jahr hat der TSV Großglattbach aufhorchen lassen, als mit Martin Kern ein neuer Trainer im Höhenstadtteil von Mühlacker verpflichtet worden war und die Mannschaft plötzlich unerwartete Siege einfuhr. Mittlerweile hat sich die Konkurrenz daran gewöhnt, dass der vormalige Wackelkandidat um den Klassenerhalt zur festen Größe in der Kreisliga B 7 geworden ist. Allerdings tritt die Großglattbacher Elf noch immer sehr wechselhaft auf. „Eine Platzierung zwischen dem dritten und dem fünften Rang wäre schon eine super Sache“, gab Kern vor der Saison als Ziel aus. Doch sechs Siege, zwei Unentschieden und sechs Niederlagen später steht der TSV auf dem achten Platz. Sechs Punkte und eine ganze Menge Tore fehlen zum Minimalziel. Die vielen Gegentore – das Großglattbacher Konto weist einen Stand von 32:39 aus – sind eine Belastung. Viele davon resultieren aus der Anfangsphase der Saison, aber seitdem sieht Kern sein Team auf einem guten Weg. „Wir machen viele Schritte nach vorne“, freut sich der Übungsleiter. Doch zwischendurch immer wieder auch einen zurück. So wie zuletzt beim 0:3 gegen den SV Horrheim. „Beim ersten Gegentor hat die Zuordnung nicht gestimmt, später gab es nur noch Rumgebolze“, ärgert sich Kern. Das hat seine Mannschaft zeitweise schon deutlich besser gezeigt.

Bessere Zeiten hat auch schon der TSV Ensingen erlebt. Die letzten Siege waren Mitte Oktober gegen Kleinsachsenheim und Sternenfels. Danach kassierte die Mannschaft drei Niederlagen und holte in zwei Unentschieden gerade mal zwei Punkte aus fünf Spielen – sehr zum Verdruss von Siegfried Blum. Und beim TSV Ensingen wird in dieser Saison oftmals die Mannschaft mit dem Übungsleiter gleichgesetzt. „Wenn Siegfried Blum die Ensinger traininert, dann sind die konditionell fit“, glauben viele seiner Trainerkollegen. Kaum bei anderem Team ist es so zu sehen, dass die Qualität am Übungsleiter festgemacht wird. Doch Blum hat in diesem Sommer eine etwas andere Art der Vorbereitung gewählt als sonst bei ihm üblich. Weil die Pause nicht so lang war wie sonst, hat er eher versucht, die Kondition hoch zu halten, statt die Sommerwochen fürs Grundlagentraining zu nutzen. Das Problem, das er in Ensingen hat, ist aber ein ganz anderes. Es gibt nur eine sehr begrenzte Zahl an Spielern, nachdem sich mehrere der erhofften Wechsel als nicht machbar herausgestellt haben.

Nicht mehr ganz so einen kleinen Kader wie in der Vergangenheit hat Rafael Krupop beim FC Gündelbach zur Verfügung. Der Routinier und Spielertrainer hat in dieser Saison endgültig den Umbruch eingeläutet. Teils notgedrungen, weil alte Haudegen wie beispielweise Andreas Bahmer, Reiner Kussmaul und Jochen Menge definitiv nicht mehr zur Verfügung stehen. Teils auch gewollt, immerhin hat Krupop zum Beispiel mit Waldemar Grinko und Granit Isafi Spieler, die in Führungsrollen drängen. Mit 13 Punkten aus 13 Spielen wird der Spielertrainer dennoch nicht ganz zufrieden sein. Doch auch er weiß, dass er den jungen Spielern Zeit geben muss, sich weiter zu entwickeln und vor allem auch den Raum, einmal Fehler machen zu dürfen. Und die Gündelbacher sind auf einem guten Weg wie zuletzt das 4:4-Unentschieden gegen den TSV Großglattbach oder die knappe 3:2-Niederlage beim VfB Vaihingen beweisen.

Land unter scheint dagegen beim TSV Aurich. Elf Niederlagen in Folge fuhr die Mannschaft von Trainer Jochen Heim zuletzt ein. Unrühmlicher Höhepunkt: das 2:3 im Kellerduell gegen den ebenfalls schon abgeschlagenen SV Sternenfels, durch das der SVS die rote Laterne zum Abschluss der Hinrunde an die Auricher weiterleitete. Vor allem mit einem Ziel ist der Übungsleiter bisher gescheitert. Er wollte nach 77 Gegentoren in der vergangenen Saison mehr defensive Stabilität. Doch die Gegentorequote hat sich von rund zweieinhalb im Vorjahr auf vier in dieser Spielzeit erhöht. Nach 14 Partien haben die Auricher bereits 56 Treffer kassiert. Das kann auch die Offensive, die zwar schon 25-mal geknipst hat, nicht kompensieren.



Quelle: VKZ vom 08.12.2016 | 11:08 Uhr

   


   

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